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Schweißen / Macro
Beim Laserschweißen unterscheidet man zwei wesentliche Prozesse,
das Wärmeleitungsschweißen und das Tiefschweißen.
Beim Wärmeleitungsschweißen schmelzen die zu verbindenden Materialien
durch Absorption des Laserstrahls an der Materialoberfläche und
die damit verbundene Wärmeleitung. Die erstarrte Schmelze verbindet
die Materialien. Die Einschweißtiefen für dieses Verfahren liegen
bei typischerweise < 1 mm.
Beim Tiefschweißen, welches bei Energiedichten ab ca. 106
W / cm2 seine Schwelle hat, beruht auf der Erzeugung
einer Dampfkapillare im Material. Dazu ist eine lokale Erwärmung
auf die Verdampfungstemperatur des Materials notwendig. Der dabei
entstehende Dampfdruck im Material erzeugt eine Kapillare mit dem
ca. 1,5 fachen Durchmesser des Laserstrahlfokus, die mittels des
Bewegungssystem in der zu verschweißenden Kontur durch das Material
gezogen wird. Der hydrostatische Druck sowie die Oberflächenspannung
der Schmelze und der Dampfdruck in der Kapillare stehen im Gleichgewicht,
so daß die Kapillare (häufig auch als Keyhole bezeichnet) nicht
zusammenfällt. Der einfallende Laserstrahl wird durch Totalreflexion
im keyhole tief in das Material geführt, so daß mit entsprechender
Laserleistung heute Einschweißtiefen von bis zu 25 mm (Stahl) realisiert
werden können.
Klassisch wird im Bereich von Stählen und Aluminium lasergeschweißt.
Grundsätzlich sind aber alle herkömmlich schweißbaren Werkstoffe
auch mit dem Laser schweißbar, häufig mit gesteigerter Geschwindigkeit
und Qualität gegenüber den herkömmlichen Verfahren.
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