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Stahl
Bei Stahl ist zu beachten, daß der Kohlenstoffanteil einen wesentlichen
Anteil am Schweißergebnis hat. Der Kohlenstoffanteil im Material
sollte 0,2 % nicht übersteigen. Ein wesentlicher Vorteil des Laserschweißens
von Stahl liegt in den hohen Geschwindigkeiten und der vergleichsweise
geringen Wärmeeinflußzone, so daß auch verzugskritische Bauteile
mittels Laser geschweißt werden können.
Schweißgeschwindigkeiten werden von der Laserleistung, der Materialkombination,
der Geometrie und dem Lasertyp beeinflußt. So ergeben sich unterschiedliche
Absorptionen je nach Wellenlänge des Lasers. Zum Tiefschweißen von
Stählen eignen sich grundsätzlich CO2- und Nd:YAG-Laser. Wärmeleitungsschweißen
kann auch mit Diodenlasern ausgeführt werden (s. Beispiel KÜCHENSPÜLE).
Typische Schweißgeschwindigkeiten bei Einschweißtiefen von 1,3,6
mm liegen bei 14, 6 und 2 m/ Min (Edelstahl, CO2-Laser,
3,5 kW)
Zu hohe Kohlenstoffanteile erfordern ggf. Hybridanwendungen, um
poren- und rißfreie Schweißungen zu erzeugen. Dabei wird z.B. das
Material induktiv vorgewärmt, um ein gutes Schweißergebnis für die
Materialkombination C38 / 25Mn5 zu erreichen. Entsprechende PKW-Antriebswellen
werden heute industriell gefertigt. Andere Hybridanwendungen verwenden
den Intensitäten von Plasmalichtbögen um den Wirkungsgrad der Anwendung
zu erhöhen. Nachteilhaft kann hierbei sein, daß die Wärmeeinflußzone
sich deutlich verbreitert.
Als Beispiel ist hier eine verzugsarme Schweißung von Getriebeteilen
im Automobilbau aufgezeigt.
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