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Härten
Der Hochleistungsdiodenlaser ist wegen seines rechteckigen Strahles
mit einer "top-hat"-Intensitätsverteilung in der einen Strahlrichtung
("slow-axis") und einem Gaußprofil in der anderen ("fast-axis")
besonders gut für flächige Anwendungen im Bereich der Oberflächenbearbeitung
geeignet. Als Vorteil gegenüber dem CO2 Laser ist seine kurze Wellenlänge
(808 nm oder/und 940 nm) zu nennen, die zu erhöhter Absorption führt
und somit das beim Einsatz von CO2 Lasern notwendige Schwärzen erübrigt.
Gegenüber dem NdYAG-Laser liegen die Vorteile vor allem im Strahlprofil
und in den deutlich geringeren Investitions- und Betriebskosten
durch den hohen Wirkungsgrad. Diese Vorteile machen den Hochleistungsdiodenlaser
zu einem effizienten, zuverlässigen und kostengünstigen Werkzeug
zum Bearbeiten von Oberflächen.
Beim Randschichthärten wird durch die Laserstrahlung die Oberfläche
für kurze Zeit über die Austenitisierungstemperatur erwärmt, aber
nicht aufgeschmolzen. Die Wärmeleitung sorgt für rasche Abkühlung,
so dass das Material sich in die härtere martensitische Gefügeform
umwandelt. So kann eine lokal durch die Laserstrahlbreite (quer
zur Vorschubrichtung) definierte gehärtete Schicht mit Einhärtetiefen
von ca. 1 mm erzeugt werden. Den zeitlichen Temperaturverlauf bestimmen
im Wesentlichen die Laserstrahltiefe in Vorschubrichtung und die
Vorschubgeschwindigkeit.
Laserumschmelzen ist dem Randschichthärten sehr ähnlich, unterscheidet
sich aber dadurch, dass das Material über die Schmelztemperatur
erhitzt wird. Es kommt bevorzugt für Gussteile zum Einsatz. Auch
hier erstarrt das Material durch Selbstabschreckung sehr rasch und
kristallisiert in einer feinkörnigen Schicht mit höherer Verschleißbeständigkeit.
Eine weitere wichtige Oberflächenanwendung für Laser ist die Beschichtung
z.B. mit Verschleißschutz- oder Reparaturschichten. Eine oft angewendete
und erfolgreiche Methode ist die Abscheidung von Hartstoffschichten
aus Pulver, das über eine spezielle Düse in die vom Laser geheizte
Zone zugeführt wird. Auch für diese Anwendung ist der Hochleistungsdiodenlaser
ideal geeignet. Mit moderater Leistungsdichte im Bereich von einigen
10 W/cm² können Schichten mit etwa 0,5 mm Dicke je nach Laserleistung
mit Geschwindigkeiten von mehreren 100 mm/min aufgebracht werden.
Der Diodenlaser zeichnet sich hier gegenüber dem bisher bevorzugt
eingesetzten CO2 Laser durch höhere Geschwindigkeiten bei gleichzeitig
geringerem Leistungsbedarf, also deutlich höhere Prozess-Effizienz
aus.
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