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Laserauswahl
Zum
Kunststoffschweißen im transparent-absorbierenden Überlappungsverfahren
bieten sich auf Grund ihrer Wirtschaftlichkeit sowohl Diodenlaser
(808, 940 nm) als auch Dauerstrich-Nd:YAG Laser (1064 nm)
an.
Diodenlaser bestehen aus einer geschickten Anordnung mehrerer
Einzelstrahler, wie sie auch in CD-Spielern eingesetzt werden.
Durch eine entsprechende optische Refokussierung können
diese Laser auf einen gemeinsamen Schweißfleck fokussiert
werden. Die Bauform ist sehr kompakt und die Kosten sind für
einen Laser sehr attraktiv. Auf Grund der einfachen Skalierbarkeit
können Strahlquellen von wenigen Watt bis mehrere tausend
Watt realisiert werden. Es gibt eine Vielzahl von verfügbaren
Wellenlängen, wobei die beiden Standardwellenlängen
808 und 940 nm die höchste Verfügbarkeit bei niedrigsten
Kosten aufweisen. Im Vergleich zu konventionellen Lasern mit
vergleichbarer Leistung wie Nd:YAG Lasern ist die Strahlqualität,
d.h. die Fokussierbarkeit des Laserstrahls, um eine Größenordnung
schlechter. Für viele Kunststoffschweißanwendungen
ist sie jedoch vollkommen ausreichend, so dass Diodenlaser
häufig für diese Anwendung eingesetzt werden.
Nd:YAG laser sind Festkörperlaser, welche seit über
3 Jahrzehnten im industriellen Einsatz sind. Zum Kunststoffschweißen
werden Dauerstrichvarianten im multi mode Betrieb verwendet.
Die Strahlqualität ist selbst bei den leistungsoptimierten
Varianten erheblich besser als bei vergleichbaren Diodenlasern,
so dass das Haupteinsatzgebiet bei kleinen Fokusdurchmessern
sowie bei Scannerkopfanwendungen, welche eine gute Fokussierbarkeit
verlangen, liegt. Die Wellenlänge liegt bei 1064 nm.
In einigen Fällen, bei denen besonders große Bauteile
im quasi-Simultanschweißverfahren bearbeitet werden,
bieten sich diverse Möglichkeiten durch neuartige Scheibenlaser
(Wellenlänge = 1030 nm).Typische Leistungen, welche zum
Kunststoffschweißen verwendet werden, liegen zwischen
50 und 250 Watt.
Nd:YAG Laser können sowohl lampengepumpt als auch diodengepumpt
sein. Hier liegt die Abwägung lediglich im kommerziellen
Bereich (Wartungsintervall gegenüber Investitionskosten).
Nd:YAG Laser zeichnen sich durch ein homogenes Strahlprofil
aus, während Diodenlaser im Direktstrahlbetrieb meistens
eine relativ inhomogene Leistungsverteilung in der Arbeitsebene
haben. Auf Grund des relativ kleinen thermischen Prozessfensters
und der schlechten Wärmeleitfähigkeit reagiert das
Kunststoffschweißen – anders als die Metallbearbeitung
- auf solche Inhomogenitäten sehr sensibel. Aus diesem
Grund werden die Diodenlaser in vielen Fällen mit Faserkopplung
zur Strahlhomogenisierung eingesetzt.
In den meisten Fällen absorbieren die Zusatzpigmente
im Kunststoff wie Ruß bei allen oben angegebenen Wellenlängen
gleich stark, in einigen Sonderfällen, wie z.B. bei hellen
Farben oder gar transparenten Absorbern kann die korrekte
Wahl der Laserwellenlänge eine Schlüsselrolle haben.
Auch sind die meisten oberen Fügepartner für alle
NIR Wellenlängen transparent, wobei im Falle farbiger
Oberplatten in der Regel höhere Wellenlängen (also
940 statt 808 nm) zu bevorzugen sind.
Der Spezialfall von hellen bzw. gar für das Auge nahezu
transparenten Unterplatten wird in der Regel über spezielle
Zusatzpigmente
bzw. Spezialflüssigkeiten
zwischen den beiden Partnern gelöst. Da diese sehr selektiv
auf die Laserwellenlänge reagieren, hängt die ideale
Laserwellenlänge auch vom Anbieter dieser Zusatzwerkstoffe
ab.
Eine Ausnahme stellt das Verschweißen dünner Folien
dar. Hier können CO2-Laser wie der StarShape
C verwendet werden, deren Strahlung direkt in die Polymermatrix
einkoppelt.
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Diode
(808, 940 nm)
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Nd:YAG
(1064 nm)
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CO2
(10600 nm)
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| Schweißnaht >
1.5 mm |
+ |
(+) |
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| Schweißnaht <
0.5 mm |
(+) |
+ |
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| Roboterführung |
+ |
(+) |
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| Scannerkopfanbindung |
(+) |
+ |
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| Farbige Oberplatte |
(808) 940 nm |
+ |
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| Dunkle Unterplatte |
+ |
+ |
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| Helle bzw. transparente
Unterplatte |
Sonder |
Sonder |
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| Folien |
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+ |
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